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Green

Green Camper

Müllberge waren gestern: GREEN CAMPER, gemeinsam sauber campen! Gemeinsam bedeutet auch, dass alle zusammen darauf schauen, dass der Aufenthalt für alle angenehm ist.

Wer zwar Rock’n’ Roll auf dem Gelände, aber ein bisschen Ruhe und Sauberkeit beim Campen zu schätzen weiß, kann sich in diesem Jahr wieder beim FM4 Frequency Festival im Green Camper-Bereich einquartieren. Dies ist ein abgesperrter Bereich, der Besuchern mit umweltbewusster Gesinnung die Möglichkeit geben soll, sauber und ruhig übernachten zu können. Der Green Camper-Bereich reguliert sich in erster Linie selber. Jeder Besucher, der auf die oben genannten Kriterien Wert legt, kann sich für einen Zeltplatz in diesem Bereich anmelden und erhält bei Festivaleinlass eine entsprechende Zugangsberechtigung. Bei groben Verstößen gegen die hier herrschende Philosophie wird der Besucher seiner Zugangsberechtigung entledigt und auf den normalen Campingplatz verwiesen.

Kein Müll:
Für manche scheint das ausgiebige Einsauen der näheren und weiteren Umgebung des eigenen Zeltes zur gelebten Freiheit dazuzugehören. Eigentlich finden wir das nirgendwo gut, nur können wir es auf dem Campingplatz nur begrenzt verhindern. Im Green Camper-Bereich sollen die Überbleibsel des Wohlstandes nicht in die Gegend, sondern in die ausreichend vorhandenen, dafür vorgesehenen Behälter geworfen werden.

Ruhe: Das übermäßige Strapazieren des Sprachapparates ist hier ebenso tabu wie lautgebende Mitbringsel aus Stadion oder Fanmeile, gleiches gilt für wattstarke Musikabspielgeräte. Schließlich brauchen die Ohren nach des Tages Müh auch mal Pause. Das heißt nicht, dass hier Grabesstille herrschen soll, heiteres Gespräch und Musizieren sollte halt in den Nachbarn erträglicher Lautstärke passieren.

Rücksicht:
Das steht zwar auch schon in den vorherigen Paragraphen und gilt sowieso überall im Leben, aber soll noch mal extra betont werden: Dieses Festival soll für alle, die es besuchen, so angenehm wie möglich sein. Es lohnt sich immer, auch nach links und rechts zu blicken, da man selbst auch von seinen Nachbarn ein gewisses Maß an Rücksicht erwartet.

Green Camping Anmeldung

* = Pflichtfeld

Green Team der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP

Das GREEN TEAM hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Festivalgelände sauber zu halten und den Müll zu minimieren. Mit viel Motivation und Vorbildwirkung werden wir auch 2016 wieder präsent sein.

Das macht das Frequency-GREEN TEAM
Mit rund 150 Freiwilligen werden wir am Gelände des Frequency Festivals unterwegs sein und Müll sammeln. Vor allem die Campingbereiche entlang der Traisen sind uns ein großes Anliegen. Wir möchten von Anfang an den Müll am Gelände minimieren und richtig entsorgen, damit er gleich dort landet, wo er hingehört!

Du bekommst
… während deiner freiwilligen und unentgeltlichen Tätigkeit einen Festivalpass für alle Tage sowie ein GREEN CAMPER-Band, um am gesamten Gelände aktiv werden zu können. Zwei GREEN TEAM-T-Shirts helfen dir, dich und dein freiwilliges Engagement erkennbar zu machen. Weitere Hilfsmittel, die dir beim Sammeln helfen, werden dir bereitgestellt.

Voraussetzungen für GREEN TEAM Volunteers
>> Du bist mindestens 18 Jahre alt (Stichtag 17. August 2016).
>> Du hast gern Menschen um dich und bist teamfähig.
>> Du bist bereit, an einem Vorbereitungstreffen an einem Abend im Sommer in Wien teilzunehmen (Volunteersmeeting).
>> Du kannst während der gesamten Festivalzeit (18.-20. August) vor Ort sein.

So wirst du Frequency-GREEN TEAM Volunteer

  1. Melde dich mit der Anmeldemaske auf der Frequency Homepage an (siehe unten) (ACHTUNG: deine Anmeldung ist noch keine Bestätigung dafür, dass du GREEN TEAM – Volunteer bist! Erst durch die Bestätigung durch JUMP ist die Anmeldung fixiert!)
  2. Das JUMP Team wird dich spätestens zwei Wochen nach deiner Anmeldung kontaktieren und dir alle Informationen zusenden.
  3. Komme zu einem der Vorbereitungstreffen im Sommer vor dem Festival. Wir werden dich noch einmal ausführlich informieren und du hast die Möglichkeit die anderen Freiwilligen kennenzulernen. Gemeinsam ist es schöner! J
  4. Finally, sei mit uns beim Frequency Festival!

Bei Fragen check bitte die FAQs von JUMP. Sollte keine Antwort dabei sein, dann melde dich einfach bei der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP: office@jugendumwelt.at oder julius.hollaender@jugendumwelt.at

(Mit der Anmeldung akzeptierst du die JUMP Fairplay-Regeln)

Green Team Anmeldung

* = Pflichtfeld

Ökokonzept

Bereits in den letzten Jahren konnten wir beim Thema Umweltfreundlichkeit eine mehr als positive Bilanz ziehen. Das Müll- und Umweltkonzept “Green Stage” wurde von den BesucherInnen sehr gut angenommen. An den Festival-Tagen wurden am Gelände knapp 200.000 Leerdosen bei den Zipfer-Rücknahme/Tauschständen gesammelt und konnten direkt entsorgt werden.

Dieses, in Kooperation mit Zipfer ausgearbeitete Konzept, garantiert einen Mehrwert für unsere Gäste, da die Müllrückgabe belohnt wird. Auch der Green Camper, mit eigenem, super sauberem und gleichzeitig ruhigem Areal fand großen Zuspruch. 2016 soll dieses Konzept natürlich nochmals überarbeitet und verbessert werden, um sowohl für die Umwelt als auch für die Festivalgäste die Belastung durch Müll, die mit einem Festival einhergeht, auf ein Minimum zu reduzieren. Aber nicht nur Gast und Umwelt stehen im Mittelpunkt unseres Umweltkonzepts – auch die Kommunikation mit den Anrainern wird intensiviert, um ein vertrautes Klima zu schaffen. Wir sehen Umweltfreundlichkeit nicht als Last, sondern als eine Möglichkeit, unser Festival für alle angenehmer zu gestalten.

Das Nachhaltigkeitsprogramm “Green Stage” wird unter dem Gesichtspunkt folgender Maßnahmenkriterien erarbeitet:

  • Awarenesskonzept zur Umweltbewusstseinsschaffung, richtiger Umgang mit der Natur
  • Ökologische und soziale Sinnhaftigkeit
  • Ein speziell mit Zipfer erarbeitetes Dosenentsorgungskonzept, Müllpfand, Mehrwegbecher
  • Anrainerkommunikation intensivieren und gleichzeitig verbessern
  • Mehr Müllsammelcontainer am gesamten Campinggelände
  • Regelmäßige Reinigung des Festivals und schnelle Endreinigung nahe den Siedlungsgebieten und entlang der Traisen
  • Strengere Glaskontrollen am Campinggelände

Nicht zuletzt durch die erfolgreiche österreichische Initiative “Green Events Austria” des Lebensministeriums (Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) hat nun das Thema der Nachhaltigen Veranstaltungsorganisation auch führende Veranstaltungsagenturen der österreichischen Musikfestivalbranche erreicht. Im Jahr 2010 wurden die zwei größten Musikfestivals in Österreich als Pilotprojekte betreut:

Nova Rock (jährlich 3-tägig im Juni; Ort Nickelsdorf, Burgenland; BesucherInnen über 100.000)
Frequency (jährlich 3-tägig im August; Ort: St. Pölten, NÖ; BesucherInnen über 100.000)

Neben der Optimierung des Ressourceneinsatzes eröffnet die Präsenz des Themas Umwelt und Nachhaltigkeit in der Festivalkommunikation die Möglichkeit zur Sensibilisierung von Jugendlichen – einer erfahrungsgemäß schwer erreichbaren Zielgruppe. Derzeit werden vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus Organisation und Durchführung der Frequency Festivals der letzten Jahre in St. Pölten/VAZ alle nachhaltigkeitsrelevanten Bereiche dahingehend überprüft:

– Wo bereits Maßnahmen gesetzt wurden
– Wo Verbesserungen möglich sind

Das Ergebnis dieses „Green Event Check“ ermöglicht eine erste Übersicht der für das Maßnahmenkonzept relevanten Themenbereiche. Gleichzeitig wird auf Grundlage des Green Event Checks eine öffentlichkeitswirksame Zusammenstellung der bisherigen „Nachhaltigkeitsleistungen“ und der in Aussicht genommenen Maßnahmenbereiche für 2013 (Nachhaltigkeitsprogramm) erstellt.

Das Nachhaltigkeitsprogramm wird unter dem Gesichtspunkt folgender Maßnahmenkriterien erarbeitet:

– Aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ökologisch und sozial sinnvoll, d.h. auch in einem vertretbaren Kosten/Nutzen Verhältnis zu stehen
– das Festival soll logistisch unter den Rahmenbedingungen des Festivalcharakters des Standortes und der verfügbaren Humanressourcen umsetzbar sein.

Die Ziele des Ökokonzepts:

Organisatorische Maßnahmen

  • Nachhaltigkeitsteam

Ökologische Maßnahmen

  • Zero Waste Mission
  • Kernbereich (Abfallvermeidung und –trennung)
  • Campingplatz (Abfallvermeidung und –trennung)
  • Klimaneutrale Veranstaltung
  • Green Office und Kommunikation
  • Klimaschonende Mobilität
  • Green Energy
  • Bio-Regional-Saisonal-Fair Catering
  • Kunstprojekt garbage: Bewusstmachen und Sensibilisierung

Soziale, soziokulturelle und regional-ökonomische Maßnahmen

  • Free Water
  • Gender Mainstreaming
  • Barrierefrei
  • Anti-rassistische Aspekte
  • Jugendschutz

Mehrjährige Strategie: es wird davon ausgegangen, dass es insbesondere im Themenbereich Abfall nicht möglich ist, innerhalb eines Jahres die bestehenden Problemlagen zu beseitigen. Vor diesem Hintergrund sind alle zu treffenden Maßnahmen Teil eines mehrjährigen Konzepts und sollen jährlich evaluiert und optimiert werden.

Kombination von Maßnahmen: das Konzept zur getrennten Abfallsammlung baut auf einer Bündelung verschiedenster Maßnahmen auf. Damit wird versucht, den unterschiedlichen Anforderungen (situativ und auf der Verhaltensebene der BesucherInnen) gerecht zu werden. Die Maßnahmenbündel werden je nach Erfolg von Jahr zu Jahr optimiert.

Sechs Schritte zur Abfalloptimierung beim Musikfestival Frequency
SCHRITT 1: Getränkeausschank inkl. Anlieferung der Getränke in Mehrweg und Großgebinde (Mehrwegbecher, Fassware, Container, Mehrwegflaschen Backstage)
SCHRITT 2: Abfallvermeidung bei der Verpflegung festlegen
SCHRITT 3: Vereinbarungen mit Caterer/Verpflegungsfirma
SCHRITT 4: Optimierte Abfalltrennung und Abfallsammlung bei der Veranstaltung
SCHRITT 5: Werbung: Prospekte, Flyer, Werbeartikel und Dekoration
SCHRITT 6: Information der Besucherinnen und Besucher

Der Einsatz von gepfandeten Mehrwegbechern und Mehrweggeschirr:

  • Essen und Trinken aus Mehrweggeschirr steigert die Qualität des Festivals und prägt die Eventkultur
  • Mehrweg hat eine hohe Akzeptanz, speziell beim jüngeren Publikum
  • Mehrweg steigert die Verkaufszahlen durch mehrmaligen Kundenkontakt
  • Anti-Littering: Das Festivalgelände sowie die unmittelbare Umgebung bleiben sauber und werden nicht “vermüllt”: Mehrweg führt zu einem sauberen Veranstaltungsort
  • Aufräumarbeiten und Entsorgungskosten sind geringer
  • Weniger Ressourcen werden verbraucht (Rohstoffe, Wasser, Energie, Luft): Ökobilanzen weisen für Mehrwegbecher und Mehrweggeschirr die geringsten Umweltauswirkungen aus
  • Neben Mehrweggeschirr aus Porzellan und Glas können, wenn es die Sicherheitsbestimmungen erfordern, auch Mehrwegbecher und -teller aus bruchsicherem Hartkunststoff eingesetzt werden
  • Positives Image bei Behörden, Medien, AnrainerInnen und FestivalbesucherInnen
  • Durch individuelle Gestaltung der Mehrwegbecher (Sponsorenbecher, Frequencybecher, etc.) können Mehrwegbecher als Merchandisingartikel verkauft werden. Somit bleibt das Festival länger und nachhaltig in Erinnerung.

Hinweis: Auch kompostierbare Einwegbecher aus nachwachsenden Rohstoffen, sogenannte Biokunststoffe (PLA), schneiden nicht besser ab als herkömmliche Einwegbecher aus Erdöl z.B. aus PET. Das zeigt eine Ökobilanz des Österreichischen Ökologie-Instituts im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzepts für die Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008TM. Die Studie liefert die neusten ökologischen Vergleichsdaten der derzeit auf dem Markt erhältlichen Mehrweg- und Einweggetränkebecher.